Foto: Imago Images (Symbolbild)

19.02.2023
Luisa ist hier! Hilfsangebot bei sexueller Belästigung

Sexuelle Übergriffe bei Großveranstaltungen sind leider keine Seltenheit mehr. Um diesem Problem entgegenzuwirken, haben einige Städte in Deutschland das Projekt "Luisa" ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine Präventionsstrategie, die sich speziell an Frauen richtet und sie im Falle eines Übergriffs unterstützen soll. Nun wurde in Neuburg an Weiberfasching ein erfolgreicher Pilotversuch durchgeführt.

Eine Gruppe von Personen Siggy Teigeler, Uli-Hetmanik-Rogler, Nancy Degenhardt, Hilde Obermayer, Franziska Senner, Stadträtinnen Bettina Häring, Karola Schwarz, Sissy Schafferhans und Mitarbeitern der Diakonie Ingolstadt haben an diesem Abend im Gasthaus Pfafflinger für das Projekt "Luisa" geworben. Der Abend verlief ohne Zwischenfälle, bis auf einen jungen Mann, dem geholfen werden musste, weil er stehend auf einem Stuhl fast eingeschlafen war und noch ein volles Bierglas in der Hand hielt. Dies zeigt, dass die Einsatzkräfte vor Ort ihre Wirkung zeigten und Prävention viel bewirken kann.

Auf dem Schrannenplatz war es zwar sehr belebt, aber es blieb friedlich. Viele Menschen kamen vorbei, um sich über das Projekt "Luisa" zu informieren und es gab auch einige Anrufe von Menschen, die sich dem Projekt anschließen möchten. Somit wurde die Aufmerksamkeit auf das Thema gelenkt und ein Anfang ist gemacht.

Das Projekt "Luisa" hat das Ziel, Frauen zu unterstützen und sexuelle Übergriffe zu verhindern. Es bietet eine Art "Schutzengel" an, bei dem Frauen in einer unangenehmen Situation diskret und schnell Hilfe erhalten können. Dafür sind an verschiedenen Orten in der Stadt "Luisa"-Gruppen eingerichtet, die bei Bedarf kontaktiert werden können. Die "Luisa"-Gruppe wird dann schnell und unbürokratisch tätig und hilft den Frauen, sich aus der Situation zu befreien.

Das Projekt "Luisa" hat sich in anderen Städten bereits bewährt und wird nun auch in Ingolstadt eingeführt. Der erfolgreiche Pilotversuch an Weiberfasching zeigt, dass das Projekt in der Praxis umgesetzt werden kann und dazu beiträgt, Frauen zu schützen und sexuelle Übergriffe zu verhindern.

 

Presse

Neuburger Rundschau