Foto: Vicky Müller-Toussa

13.02.2023
„Ist Luisa hier?“: Anlaufstelle für Feiernde, die sich an Weiberfasching belästigt fühlen

Wenn Frauen sich in einer Situation befinden, in der sie sich sexuell belästigt fühlen, können sie mit dem Ausruf "Ist Luisa hier?" das geschulte Personal in Clubs, Bars oder Restaurants um diskrete Hilfe bitten.

Die Initiative

Die Initiative zur Einrichtung einer präventiven, niederschwelligen Anlaufstelle wurde von Sissy Schafferhans ins Leben gerufen. Dabei stieß sie auf offene Ohren bei Chaalali Anis, dem Inhaber des Gasthaus Pfafflinger.

Eine Gruppe von engagierten Personen, bestehend aus Bettina Häring (FDP), Karola Schwarz (Grüne), Uli Hetmanek-Rogler, Siggy Teigeler, Franziska Senner, Luise Ilchmann, Hilde Obermaier und Heike Stemmer von der Diakonie Ingolstadt, steht bereit, aktiv an der Umsetzung dieser Idee mitzuwirken.

Weiberfastnacht

Am 16.2.23 ab 18.30 Uhr treffen sich alle im Pfafflinger, um dort Personen, die Unterstützung benötigen, ohne Unterschied bezüglich Geschlecht, Herkunft oder Alter, zu helfen. Es ist uns wichtig, dass die Existenz dieser Anlaufstelle bewusst wird.

Bei solchen Veranstaltungen kann es leider manchmal zu unangenehmen Situationen kommen. Durch die Einrichtung dieser Anlaufstelle sollen solche Situationen vermieden werden.

Bisher hat die Initiative viel Zuspruch erhalten und es wird als eine gute Sache angesehen. Bis Mitternacht wird der Tisch im Pfafflinger besetzt sein. Es ist das Ziel, dass am Abend nichts passiert und keine Personen Unterstützung benötigen. Obwohl man durchaus mit Belächeln rechnen muss, ist die Einrichtung dieser Anlaufstelle besser als keine. So wie es auch Vicky Müller-Toussa in ihrem Bericht schreibt: "Besser man hat, als man hätte."

Presseatikel des Donaukuriers können Sie HIER lesen